Pressestimmen
Ein Florentinerhut

von Eugène Labiche in einer Fassung des Theater N.N.
Picknicktheater im Römischen Garten, Blankenese
 
"Es gibt kein schlechtes Wetter, nur falsche Kleidung", lautet ein Grundsatz für mal mehr, mal weniger weit gereiste Urlauber an Nord- und Ostsee. Oberhalb der Elbe scheint zwar auch nicht immer die Sonne. Seit 2005 jedoch lässt sich hier, im Römischen Garten in Blankenese, der launige hanseatische Hochsommer mit einer besonderen Form von Theater kulturell genießen – zudem noch gastronomisch: Mit dem Picknicktheater kommt das Vorbild für das Theater N.N. aus England. Doch egal, welches Stück die Truppe um Regisseur Dieter Seidel alljährlich im Juli und August – unterbrochen bisher nur von einer behördlich bedingten Zwangspause 2012 – spielt, das Theater im Römischen Garten ist längst zu einer sommerlichen Hamburgensie geworden. (Hamburger Abendblatt, 13.7. 2016)
 
 
Moliere, wach auf!

von Bettina Katalin in einer Bearbeitung des Theater N.N.
Picknicktheater im Römischen Garten, Blankenese

 
"Das Theater N.N. lebt. Und wie. Seit die Förderung durch die Kulturbehörde weggefallen ist und das Theater N.N. seine Räume am Hellkamp in Eimsbüttel aufgeben musste, sind die Künstler nicht untätig geblieben. In Pinneberg fand sich eine günstige Probebühne, die den Fundus beherbergt und Raum für Gespräche bietet. Theaterleiter Dieter Seidel ist unermüdlich auf der Suche nach ungewöhnlichen Aufführungsorten, wie zuletzt die Wasserkunstinsel Kaltehofe. Von diesem Donnerstag an bespielt das Theater N.N. in Seidels Regie traditionell das Amphitheater im Römischen Garten am Hamburger Elbufer mit seinem beliebten Picknicktheater.
"Molière, wach auf!" heißt diesmal der Stoff, eine Uraufführung der Hamburger Autorin Bettina Katalin. Die Komödie mit fiktiven biografischen Elementen erzählt von dem Dichter, Regisseur, Schauspieler und Direktor einer Wanderbühne, Jean Baptiste Poquelin, auch Molière genannt, der seine künstlerische Seele als unterhaltender Hofdichter an den französischen Sonnenkönig Ludwig XIV. verkauft hat.
Nicht alles ist bei Molière glatt gelaufen, weder privat noch künstlerisch. Nachdem er sein Leben ausgehaucht hat, begegnet er dem Tod und ersucht ihn um eine kurze Rückkehr ins Leben. Der Gefürchtete erweist sich als ausgesprochen menschlich und obendrein als eingefleischter Molière-Fan. Vor zehn Jahren widmete das Theater N.N. bereits seine erste Inszenierung dem französischen Dichter Molière. Und auch diesmal dürfte der Abend um die Faszination des Theaters und das Tabu der Endlichkeit vor der herrlichen Kulisse des Römischen Gartens die Besucher verzaubern. Picknickkorb mitbringen ist
ausdrücklich erwünscht."                                                                                                   (Hamburger Abendblatt, 17. Juli 2014)
 
 
"Da muss was Lebiges hinein - Über Theodor Storm"
von Gerti Brandt und Dieter Seidel
 
"Facettenreiche Textcollage zu Theodor Storm. So mancher Autor stellt es scih vielleicht ganz unterhaltsam vor, die meisten hingegen fürchten es: Die Begegnung mit der eigenen Figur. Der Abend "Da muss was Lebiges hinein - Über Theodor Storm" im Theater N.N. bringt den großen Dichter des Nordens mit seiner bekanntesten Figur zusammen, Hauke Haien aus der Novelle "Der Schimmelreiter", jenen hybriden Deichgrafen, der gegen die Naturgewalten und die bornierte Dorfgemeinschaft gleichermaßen kämpft. in ihrer Textcollage mischen Gerti Brandt und Dieter Seidel Biografisches und Künstlerisches zu einem Reigen flotter Szenen-Apercus.
Der Dichter, bei Carsten Dworak ein nachdenklicher Narziss, geht am Stock und ächzt gegen sein Kunstobjekt, das bei Marc Laade reichlich Widerworte findet. Storm fühlte sich bekanntlich am meisten in der Lyrik zu Hause und wird auch hier des Rezitierens nicht müde. Besingt die Liebe zur Frau ("Bettlerliebe", "Wer je gelebt in Liebesarmen") und jene zu einem Kind ("Ruhestörerin"). Vor allem fängt er natürlich die kargen Weidelandschaften mir ihrem Schafherden und die über die Deiche tosenden Stürme ein.
Eine flackernde Neonröhre markiert den Horizont. Das Quitschen von Krischa Webers störrischem Cello keckert mal wie ein k ind, mal brandet es in nordischer See. Blitzschnell verschwinden die Figuren hinterm Vorhang und kehren in neuem Kostüm wieder. hauke flirtet mit der strickenden Elke, bei Alena Oellerichein temperamentvolles Weib. Dann wieder sitzt Storm mit Ehefrau Constanze (sieben Kinder) im Café. Der ganz normale Familienwahnsinn und man redet aufs Herrlichste aneinander vorbei. Der große Erotiker stellt sich vor.
Diese nette kleine Collage schwingt sich nicht auf zu einem großen Entwurf, wartet nicht mit neuen Enthüllungen oder Sichtweisen auf, aber sie taucht mit Charme ein in die Gedankenwelt Storms und rückt uns den Dichter des Nordens ein wenig näher. (asti)
(Hamburger Abendblatt, 22./23. Dezember 2012)
 
 
"Dichter begegnet seinem Helden"
 
"...Alena Oellerich schlüpft mit zarter und dennoch handfester blonder Schönheit in alle Frauenrollen. Carsten Dworak gibt den selbstverliebten Dichter in allen Altersstufen mit feiner Arroganz. Marc Laade glänzt als humor- und ironiebegabter, sympathischer, zupackender Macher. Krischa Weber und ihr Cello übernehmen nicht nur den Part der musikalischen Lautuntermalung sondern dienen auch als eigenständige Verkörperung für Meer-, Sturm- und Naturgewalten.
Regisseur Dieter Seidel und Gerti Brandt haben mit der Idee einer Begegnung zwischen Romangestalt und seinem Erschaffer eine interessante Grundlage für die Beschäftigung mit Storms Leben- und Schaffensgeschichte ersonnen. Mit dem ihm eigenen Sinn für nette Einfälle lässt Seidel auch den Unterhaltungsaspekt nicht zu kurz kommen. Ob es nun die Ostereierohrringe für die erste Begegnung zwischen Storm und seiner blutjungen Angebeteten zu Ostern sind, der buschberankte Hut für die Cellistin, hinter dem sich Hauke bei der Beobachtung seiner Elke verstecken kann oder die Slapstickeinlage des akrobatisch nicht unbegabten Laade beim Abräumen des Gestühls aus dem Schimmelreiter-Krog sind. Der geschickte Einsatz von Licht und Nebel lassen auf der fast leeren Bühne sogar ein wenig romantische Deichatmosphäre entstehen. Die Premiere am Donnerstag wurde im prall gefüllten Theater N.N. begeistert gefeiert."
(hamburgtheater, 16. November 2012)

 
 
 
 
Pressestimmen zu "Ein ganz gewöhnlicher Jude"
von Charles Lewinsky in einer Fassung des Theater N.N.


"Zündstoff für die Diskussion um die Erinnerungskultur. (...) Das Buch "Ein ganz gewöhnlicher Jude" des Schweizer Autors Charles Lewinsky sorgte auch durch Oliver Hirschbiegels Verfilmung mit Ben Becker für Debatten und ist nun in Dieter Seidels Fassung für das intime Theater N.N. als fesselnder Monolog zu sehen.
Allein die (zu) junge Besetzung mit Jan Katzenberger, einem bärtigen Schlaks um die 30, schafft Distanz zur Figur und vermeidet die Gefahr, ein "jüdisches Schicksal" pathetisch, politisch korrekt und allzu wohlmeinend aufzurollen. Jan Katzenberger rückt Goldfarb in die Nähe eines jüdischen Jimmy Porter, der, mit seiner geschiedenen Frau Hanna und sich hardernd, zurückblickt im Zorn. (...)
Zeitgerecht bietet der in seiner Widersprüchlichkeit von Regisseur Seidel bewusst offen gehaltene Abend Zündstoff für die Debatte über den Umgang mit der deutschen Vergangenheit und die Problematik der Erinnerungskultur..."
                                                                                                                   
 (Hamburger Abendblatt, 14. März 2012)
 
 
"Jan Katzenberger in der Titelrolle"
"Wenngleich Dieter Seidels subtile Regie zumindest dankbar erwähnt werden muss, war diese Premiere eines ungewöhnlichen Stückes im Theater N.N. ein veritabler Schauspielertriumph für den Darsteller des Monodrams von Charles Lewinsky: Jan Katzenberger. Obwohl - nähme man es historisch genauer - ein wenig zu jung für die Rolle,
wenn man das von ihm geschilderte Schicksal seiner Eltern bedenkt, gelingt es diesem disziplinierten und vor allem ungemein nuancenreichen Darsteller, dem inhaltsschweren Abend seinen persönlichen Stempel aufzudrücken. Und zwar frei nach der Brecht’schen Maxime, der beste Weg ein Publikum zu „erziehen, sei der zugleich unterhaltsame. Katzenberger hat sie, gewiss mit Seidels einfühlsamer Hilfe, auf das allerbeste erfüllt und macht diesen Abend zu seinem großen Erfolg, den das Premierenpublikum entsprechend quittierte..."
                                                                             
(Godot, das Hamburger Theatermagazin, den 12. März 2012)
 
 
"Von der Unmöglichkeit"
"Dieter Seidel hat den Stoff von Charles Lewinsky für das N.N.-Theater inszeniert. Jan Katzenberger ist ein wunderbar vielschichtiger Goldfarb. Er zeigt seine Wut wie seine Sehnsucht. Er offenbart seinen Stolz, seine Sturheit ebenso wie seine Ängste. Ein Ventil für diese unterschiedlichen Gefühle findet er in der Musik. Immer wenn er sich seine Kopfhörer aufsetzt, auf die Fernbedienung drückt und in sein Mikro rappt, kommt nicht nur sein Sessel in Schwingungen. Seine Entscheidung die Einladung von Gebhardt nicht anzunehmen, steht bereits fest. Doch dann stülpt er wieder seine Kopfhörer auf und rappt los: „Obwohl... Katzenberger gibt dem Thema die Lebendigkeit, die es ganz nah an die Zuschauer heranrückt. Begeisterter Applaus war ihm bei der Premiere am Donnerstag gewiss.
                                                                                                                         
(hamburgtheater, den 9. März 2012)
 
 
 
Pressest
immen zu "Flötenzauber"
 
Raffiniert verwebt Regisseur Seidel, der auch das Buch schrieb,  die Handlung der "Zauberflöte" mit den Irrungen und Wirrungen hinter  den Kulissen. Die schauspiele-rischen Leistungen von Jens Wesemann sowie Ingo Braun und die Stimmen von Jan Kollmar, Annic-Barbara Fenske und Inka Noack sorgen dafür, dass aus dem "Flötenzauber" ein schillerndes Schmankerl für alle Mozartfans wird.
 
(Die Welt 14. Juli 2001)
 
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Zeigt das Theater N.N. mit seiner Version der Entstehungsgeschichte der "Zauberflöte" also eine Schlichtversion für Kulturbanausen, einen Mozart für Arme? Weit gefehlt. Die Opernfans im Publikum sind entzückt... die alten Ohrwürmer erstrahlen - ohne Riesenorchester und Staatsopernsteifheit - wie frisch entdeckt.
 
(Elbewochenblatt 18. Juli 2001)
 
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Herrlich respektlos ist ihre Theorie über die chaotische Entstehung der Zauberflöte und genauso albern wie Leben, Eitelkeit und Kunst zuweilen sind. Regisseur Dieter Seidel und seine SchauspielerInnen haben es auch hier wieder geschafft, mit Licht  und Phantasie die gewählte Spielstätte zur Rundum-Bühne zu gestalten.
 
(TAZ 23. Juli 2001)
 
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Pressestimmen zu "Piratenfahrt nach Piripiri"
 
... ab geht das Schiff: Kindertheater, wie es sein soll. Mit viel Herz grandios gespielt und gesungen. Also nichts wie hin. Mit den Worten von Cäpt'n Dreibein: "An die Segel, Fahne wedeln und los."
 
Christian Rubinstein (TAZ 8.12.2001)
 
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Pressestimmen zu "Im Ballhaus"
 
Haschkekse für ´nen Heiermann vom Flowerpower-Girl. Die Hippie-Hymne "San Francisco" nölt aus den Boxen. Verzückte Pärchen proben Gruppensex. Falsch. Nicht der hunderste  "Hair"-Aufguss, sondern der Premieren-Knaller "Im Ballhaus" des neu eröffneten Theaters  N.N. in Eimsbüttel. (...) statt steriler Musical-Perfektion bietet das flotte N.N.-Ensemble jede  Menge Spielfreude und frischen Amateurtanz-Charme. Mitmachen ist erwünscht.
 
Klaus Witzeling, Hamburger Abendblatt
 
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Das kleine, in vielfältigsten Kostümierungen auftretende Ensemble bezieht die Zuschauer, die auf zerschlissenen Sesseln und auf Klappstühlen um die Tanzfläche sitzen, auf das Liebenswürdigste in das Geschehen ein. Zu Recht trägt das Theater als Emblem ein Herz: es erwärmt uns eben dort.
 
Tom H. Schulz, Die Welt
 
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Mit der Hommage an die bewegte Vergangenheit des Spielortes wurden die renovierten  Räume am 30. März eingeweiht. Begeisterte Zuschauer im einzigen Theater Eimsbüttels.
 
Dagmar Fischer, Hamburger Morgenpost
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