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Ein Florentinerhut

von Eugen Labiche in einer Bearbeitung des Theater N.N.

Regie: Dieter Seidel und Friederike Barthel
Kostüme: Annette Sieh / Bühne: Marco Dorendorf
 
Mit:  Ingo Braun, Carsten Dworak, Minni Oehl, Alena Oellerich, Tom Wodak
 
Premiere am 14. Juli 2016
"Es gibt kein schlechtes Wetter, nur falsche Kleidung", lautet ein Grundsatz für mal mehr, mal weniger weit gereiste Urlauber an Nord- und Ostsee. Oberhalb der Elbe scheint zwar auch nicht immer die Sonne. Seit 2005 jedoch lässt sich hier, im Römischen Garten in Blankenese, der launige hanseatische Hochsommer mit einer besonderen Form von Theater kulturell genießen – zudem noch gastronomisch: Mit dem Picknicktheater kommt das Vorbild für das Theater N.N. aus England. Doch egal, welches Stück die Truppe um Regisseur Dieter Seidel alljährlich im Juli und August – unterbrochen bisher nur von einer behördlich bedingten Zwangspause 2012 – spielt, das Theater im Römischen Garten ist längst zu einer sommerlichen Hamburgensie geworden. (13.07.2016, Hamburger Abendblatt)
Fotos: Arash Beigi Khunsani
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Kurzweilige Posse
für ein Publikum auf Picknickdecken

Von Rieke Winter
 
(Hamburg) Monsieur Fadinard hat ein Problem:
Eigentlich möchte er einfach nur Hélène,
die Tochter eines Baumschulenbesitzers,
heiraten – doch sein Pferd macht ihm einen
Strich durch die Rechnung. Am Morgen des Hochzeitstags zerfrisst
das Tier einen Hut: einen blauen Florentinerhut aus feinstem
italienischen Stroh, verziert mit roten Mohnblumen.
Seine Besitzerin hatte ihn abgenommen, als sie sich im Park mit
ihrem Geliebten vergnügte.
 
Um diesen Florentinerhut entspinnt sich die Handlung von
Eugène Labiches gleichnamiger Posse. Die Hutbesitzerin und ihr
Geliebter verlangen von Fadinard, dass er ihnen exakt die gleiche
Kopfbedeckung wieder beschafft – denn selbstverständlich darf
der Ehemann nichts von der Affäre wissen.
Unterdessen reist aber auch schon Fadinards Hochzeitsgesellschaft
an: Braut Hélène und ihr Vater weichen nicht mehr von seiner Seite.
Und so nehmen die kuriosen Zufälle, Verwechslungen und Verwicklungen ihren Lauf.
 
Das Theater N.N. führt das Stück des französischen Lustspieldichters zwischen dem 14. Juli und dem 7. August in unregelmäßigen Abständen im Römischen Garten in Blankenese auf. Die Regisseure Dieter Seidel und Friederike Barthel haben die insgesamt 14 Rollen auf fünf Darsteller verteilt – allein sechs Rollen übernimmt Carsten Dworak. Mit seinen Outfits wechselt er auch die Parts: Mal steht er als Fadinards Diener Félix auf der Bühne, mal als jähzorniger Ehemann von Hutbesitzerin Anais. Ingo Braun gibt einen amüsanten, lebhaft bis hektischen Fadinard und auch Minni Oehl, Alena Oellerich und Tom Wodak überzeugen in den übrigen sieben Rollen.
 
Die Schauspieler nutzen die gesamte Fläche, die das Theater im Römischen Garten zu bieten hat: Immer wieder laufen sie die Stufen zwischen den Zuschauern auf und ab oder zwischen den Hecken hinter der Bühne hin und her. Sogar die kleinen Umbauten werden geschickt ins Stück integriert. "Umbau zwei!" und "Umbau drei!", ruft Dworak dann laut und die Darsteller fallen kurz aus ihren Rollen.
 
Und auch das Publikum, dass es sich auf Picknickdecken rund um die Bühne bequem gemacht hat, wird zwischendurch auf sympathische, unaufdringliche Weise von den Darstellern angesprochen und so in die kurzweilige Aufführung einbezogen.
(Hamburger Abendblatt, den 18. Juli 2016)
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